Countdown to E.I.: 5 - Schuruppak
Planet Schuruppak
Suds Transportraumschiff landete ohne Probleme auf Schuruppak und setzte ruhig auf.
Eine Ausstiegsluke öffnete sich und eine Rampe wurde ausgefahren. Nach der Reihe gingen 3 bewaffnete Elohim die Rampe hinunter und sahen sich misstrauisch um.
Als sie die Situation für ungefährlich befunden hatten zeigten sie das Zeichen für "Alles in Ordnung", man formte Daumen und Zeigerfinger zu einem Kreis und hob die anderen Finger in einer Linie tangential am Kreis anliegend, in Richtung der Ausstiegsluke.
Sud gab läppisch das Zeichen zurück, dass ein Symbol für den Planeten Eridu und die Weltraumfahrt der Elohim darstellte und schritt die Rampe hinab.
Schließlich berührten seine Schuhe einen sandig-steinigen Boden und er sah sich um.
Weit und breit war nur eine riesige Steinwüste zu sehen. In der Ferne sah man einige schroffe Gebirgsformationen und wenige Pflanzen konnten in dieser Gegend überleben. Die Sonne knallte heiß auf den Planeten hinab und der Himmel schimmerte leicht rötlich. Lichtbrechungen tanzten am Horizont und schienen Wasser vorzutäuschen. Es handelte sich jedoch nur um Luftspiegelungen aufgrund der aufsteigenden, stark erwärmten Luft.
Ein vertrocknetes Flusstal zur Linken von Sud, an die 40 Meter von der Landeposition entfernt, beherbergte einige Insekten, die dort ihre Eier abgelegt hatten und diese nun ebenso aufmerksam beobachteten und schützten, wie die Elohim dies mit ihrem Raumschiff taten.
Sud sah sich um und sah absolut garnichts.
Dies wunderte ihn, da er, als er das letzte Mal hier war, an dieser Stelle eine belebte Stadt verlassen hatte.
Als die Elohim das erste Mal vor 8.000 Jahren hier eintrafen, fanden sie eine Zivilisation auf dem ungefähr jetzigen Entwicklungsstand der Menschheit vor. Einige Raumschiffe dieser antiken Zivilisation, die sich selbst Temenos nannte, konnten bereits nahegelegene Planeten in Lichtminutenentfernung erreichen und der Planet befand sich gerade in einer sozialen Umwandlungsphase. Man versuchte zu erreichen, dass alle Temenos mit den selben Gütern versorgt werden konnten und hoffte so, dass Krieg ein für alle mal der Geschichte angehören würde.
"Was ist hier passiert? Wo sind die Temenos?" fragte Sud verwundert und ging ein paar Schritte, die alle einen kleinen Staubwirbel um seine Füsse erzeugten.
"Die haben wir vernichten müssen, Sir" antwortete ein Elohimsoldat ruhig.
"Hm. Als ich das letzte Mal hier war, waren die Temenos noch friedfertig. Hat sich das geändert im Laufe der Zeit?"
"Nein Sir. Sie waren friedfertig. Aber auch uneinsichtig und technologisch recht gut entwickelt" antwortete ihm der Soldat.
Sud ahnte nichts Gutes, dennoch hakte er nach.
"Klären Sie mich genauer auf, Soldat" forderte er.
"Die Temenos wollten den Orbit nicht freiräumen für die Hyperthalions und uns einen Platz einräumen für die Pangäa-Einheit wollten sie schon garnicht. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen uns und den Temenos".
"Und das Resultat ist diese Steinwüste?"
"Korrekt, Sir. Wir haben den Planeten gesäubert".
Gesäubert. Was für ein Wort für die Vernichtung einer Zivilisation. Scheinbar machten es sich manche Elohim sehr einfach bei der Rechtfertigung ihrer Taten. Hatte nicht einmal jemand gesagt "Die Feder ist eine bessere Waffe als das Schwert"? Wie recht diese Person doch hatte. Man musste nur Wörter wie "Massenvernichtung", "Zivilisationsauslöschung" oder "Völkermord" durch andere ersetzen wie zum Beispiel "Säuberung" und schon schien es viel einfacher zu sein für die Soldaten zu Massenmördern zu werden. Ein Schwert zeigte einem zumindest womit man es zu tun hatte. Worte verdeckten die Wahrheit unter einem blumigen Schleier.
"Habt ihr restlos jegliche Spur der Temenos ausgelöscht?" fragte Sud nachdenklich.
"Ja Sir. Restlos".
Schade. Die Temeons waren so eine nette Kultur gewesen. Freundliche, hilfsbereite Wesen, die Sud und seinen Elohimkollegen eine schöne Zeit bereiteten und ihnen sogar bei der Erfoschung der Besonderheit ihres Planeten halfen. Natürlich konnten die Elohim den Temenos nicht alles über die besondere Lage ihres Planeten verraten, dennoch halfen die Temenos mehr als eigentlich nötig war. Im Gegenzug hatten die Elohim den Temenos einiges an Wissen überlassen und konnten ihnen zahlreiche Geschichten über wundersame Begebenheiten des Universums erzählen.
"Nun gut" seufzte Sud, "Wo ist die Pangäa-Einheit?".
"Getarnt Sir, 12 Kilometer entfernt von hier. Wir müssen leider zu Fuß gehen, wir sind uns nicht sicher, ob alle Raumschiffe der Temenos vernichtet wurden. Sie könnten, sollte es sie noch geben, auf Rache aus sein."
"Dann verteidigen wir uns einfach" schlug Sud vor.
"Natürlich Sir. Dennoch sind die Temeons kein zu unterschätzender Gegner. Sie haben uns immerhin an die 20 Raumschiffe abgeschossen. 22, um genau zu sein, Sir."
"Das hört sich nach einer gewaltigen Schlacht an, Soldat".
"Es war nicht einfach, Sir".
"Nun", begann Sud, "wenn wir jetzt sowieso zu Fuß gehen müssen und wir nichts Besseres vorhaben, können Sie mir ja gerne von der Schlacht damals erzählen. Das sollte den Fußweg interessanter gestalten"
"Es ist mir eine Ehre, Sir!" salutierte der Soldat freudig. Endlich interessierte sich jemand für seine Kriegsgeschichten, seine Frau und seine beiden Töchter schien das nur zu langweilen.
"Dann setzen wir uns mal in Bewegung und ich lausche gespannt" sagte Sud und folgte den beiden Soldaten Richtung Nordosten.
Suds Transportraumschiff landete ohne Probleme auf Schuruppak und setzte ruhig auf.
Eine Ausstiegsluke öffnete sich und eine Rampe wurde ausgefahren. Nach der Reihe gingen 3 bewaffnete Elohim die Rampe hinunter und sahen sich misstrauisch um.
Als sie die Situation für ungefährlich befunden hatten zeigten sie das Zeichen für "Alles in Ordnung", man formte Daumen und Zeigerfinger zu einem Kreis und hob die anderen Finger in einer Linie tangential am Kreis anliegend, in Richtung der Ausstiegsluke.
Sud gab läppisch das Zeichen zurück, dass ein Symbol für den Planeten Eridu und die Weltraumfahrt der Elohim darstellte und schritt die Rampe hinab.
Schließlich berührten seine Schuhe einen sandig-steinigen Boden und er sah sich um.
Weit und breit war nur eine riesige Steinwüste zu sehen. In der Ferne sah man einige schroffe Gebirgsformationen und wenige Pflanzen konnten in dieser Gegend überleben. Die Sonne knallte heiß auf den Planeten hinab und der Himmel schimmerte leicht rötlich. Lichtbrechungen tanzten am Horizont und schienen Wasser vorzutäuschen. Es handelte sich jedoch nur um Luftspiegelungen aufgrund der aufsteigenden, stark erwärmten Luft.
Ein vertrocknetes Flusstal zur Linken von Sud, an die 40 Meter von der Landeposition entfernt, beherbergte einige Insekten, die dort ihre Eier abgelegt hatten und diese nun ebenso aufmerksam beobachteten und schützten, wie die Elohim dies mit ihrem Raumschiff taten.
Sud sah sich um und sah absolut garnichts.
Dies wunderte ihn, da er, als er das letzte Mal hier war, an dieser Stelle eine belebte Stadt verlassen hatte.
Als die Elohim das erste Mal vor 8.000 Jahren hier eintrafen, fanden sie eine Zivilisation auf dem ungefähr jetzigen Entwicklungsstand der Menschheit vor. Einige Raumschiffe dieser antiken Zivilisation, die sich selbst Temenos nannte, konnten bereits nahegelegene Planeten in Lichtminutenentfernung erreichen und der Planet befand sich gerade in einer sozialen Umwandlungsphase. Man versuchte zu erreichen, dass alle Temenos mit den selben Gütern versorgt werden konnten und hoffte so, dass Krieg ein für alle mal der Geschichte angehören würde.
"Was ist hier passiert? Wo sind die Temenos?" fragte Sud verwundert und ging ein paar Schritte, die alle einen kleinen Staubwirbel um seine Füsse erzeugten.
"Die haben wir vernichten müssen, Sir" antwortete ein Elohimsoldat ruhig.
"Hm. Als ich das letzte Mal hier war, waren die Temenos noch friedfertig. Hat sich das geändert im Laufe der Zeit?"
"Nein Sir. Sie waren friedfertig. Aber auch uneinsichtig und technologisch recht gut entwickelt" antwortete ihm der Soldat.
Sud ahnte nichts Gutes, dennoch hakte er nach.
"Klären Sie mich genauer auf, Soldat" forderte er.
"Die Temenos wollten den Orbit nicht freiräumen für die Hyperthalions und uns einen Platz einräumen für die Pangäa-Einheit wollten sie schon garnicht. Es kam zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen uns und den Temenos".
"Und das Resultat ist diese Steinwüste?"
"Korrekt, Sir. Wir haben den Planeten gesäubert".
Gesäubert. Was für ein Wort für die Vernichtung einer Zivilisation. Scheinbar machten es sich manche Elohim sehr einfach bei der Rechtfertigung ihrer Taten. Hatte nicht einmal jemand gesagt "Die Feder ist eine bessere Waffe als das Schwert"? Wie recht diese Person doch hatte. Man musste nur Wörter wie "Massenvernichtung", "Zivilisationsauslöschung" oder "Völkermord" durch andere ersetzen wie zum Beispiel "Säuberung" und schon schien es viel einfacher zu sein für die Soldaten zu Massenmördern zu werden. Ein Schwert zeigte einem zumindest womit man es zu tun hatte. Worte verdeckten die Wahrheit unter einem blumigen Schleier.
"Habt ihr restlos jegliche Spur der Temenos ausgelöscht?" fragte Sud nachdenklich.
"Ja Sir. Restlos".
Schade. Die Temeons waren so eine nette Kultur gewesen. Freundliche, hilfsbereite Wesen, die Sud und seinen Elohimkollegen eine schöne Zeit bereiteten und ihnen sogar bei der Erfoschung der Besonderheit ihres Planeten halfen. Natürlich konnten die Elohim den Temenos nicht alles über die besondere Lage ihres Planeten verraten, dennoch halfen die Temenos mehr als eigentlich nötig war. Im Gegenzug hatten die Elohim den Temenos einiges an Wissen überlassen und konnten ihnen zahlreiche Geschichten über wundersame Begebenheiten des Universums erzählen.
"Nun gut" seufzte Sud, "Wo ist die Pangäa-Einheit?".
"Getarnt Sir, 12 Kilometer entfernt von hier. Wir müssen leider zu Fuß gehen, wir sind uns nicht sicher, ob alle Raumschiffe der Temenos vernichtet wurden. Sie könnten, sollte es sie noch geben, auf Rache aus sein."
"Dann verteidigen wir uns einfach" schlug Sud vor.
"Natürlich Sir. Dennoch sind die Temeons kein zu unterschätzender Gegner. Sie haben uns immerhin an die 20 Raumschiffe abgeschossen. 22, um genau zu sein, Sir."
"Das hört sich nach einer gewaltigen Schlacht an, Soldat".
"Es war nicht einfach, Sir".
"Nun", begann Sud, "wenn wir jetzt sowieso zu Fuß gehen müssen und wir nichts Besseres vorhaben, können Sie mir ja gerne von der Schlacht damals erzählen. Das sollte den Fußweg interessanter gestalten"
"Es ist mir eine Ehre, Sir!" salutierte der Soldat freudig. Endlich interessierte sich jemand für seine Kriegsgeschichten, seine Frau und seine beiden Töchter schien das nur zu langweilen.
"Dann setzen wir uns mal in Bewegung und ich lausche gespannt" sagte Sud und folgte den beiden Soldaten Richtung Nordosten.
Alhym - 11. Dez, 22:40


