Bigger than love

Zohar
Innen


"Da ist es wieder...ganz leicht. Kannst du es spüren?" fragte Zohar.
Beneloh kniff seine Augen leicht konzentriert zusammen und wartete einige Sekunden, bevor er enttäuscht den Kopf schüttelte. Einige Zeit nach den Ereignissen auf Eridu hatte er akzeptiert, dass er gestorben war und seine neue Existenz als Seele 34 angenommen. Dennoch fehlte ihm etwas zu diesem Zeitpunkt. Eine gewisse Zugehörigkeit, ein gewisser Ursprung und vor allem ein Sinn hinter allem, wieso er nun auf eine voraussichtliche Ewigkeit hier mit Zohar sein jenseitiges Leben verbringen sollte. Zwar war Zohar ein überaus nettes Mädchen und das Zohar an sich bot ihm alles, was er wollte, um glücklich zu sein. Es erfüllte seine Wünsche mehr oder minder perfekter und rascher als Isaiah dies tat. Dennoch kam ihm das Leben hier leicht als eine Art Gefangenschaft im Paradies vor. Deshalb hatte er sich entschlossen, dass er wieder seine alte Existenz als Beneloh annahm, auch wenn diese nur pro-forma war. Natürlich konnte er nicht wieder zu seinem alten Leben zurückkehren. Dennoch beruhigte es ihn, zu wissen, dass er einmal Beneloh war und dass er einmal der Thronfolger von Eridu war. Dies gab seinem Aufenthalt hier mehr Sinn und erinnerte ihn konstant daran, wieso er dieses persönliche Opfer gebracht hatte.
"Ich schwöre es ist da" sagte Zohar ruhig und versuchte sich zu konzentrieren "Das Zohar spürt es auch. Es fühlt sich an wie...leichte Wellen. Oder Erschütterungen, verstehst du? Es ist ganz sacht und kaum spürbar, dennoch kommt es immer wieder periodisch hier vorbei. So, als würde eine zähflüssige Flüssigkeit in einem Wasserglas langsam hin- und herschwenken. Ich kann mir das einfach nicht erklären..."
"Ich spüre wie gesagt leider nichts davon" antwortete ihr Beneloh.
Seit einiger Zeit nun spürte Zohar eine Art von Erschütterung, wie sie es nannte. Es begann ganz plötzlich und überraschte sie, sie ging fast so, als wäre sie seekrank gewesen und schwankte leicht hin und her. Als sie sich wieder konzentrierte, war es fort und dem Ereignis wurde kein Gewicht mehr beigemessen. Doch dies war nun das vierte Mal, dass diese Erschütterung erneut zurückgekommen war. Es ärgerte Zohar sehr, dass sie sich keinen Reim darauf machen konnte, was diese Erschütterung war, wodurch sie ausgelöst wurde und ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen sei.
"Ist denn so etwas nicht schon vorher einmal vorgekommen?" fragte Beneloh in einem Versuch hilfreich zu sein, obwohl er sich nur nutzlos vorkam. Immerhin war Zohar schon viel länger Teil des Zohars und konnte besser damit kommunizieren. Beneloh spürte ja nicht einmal diese Erschütterungen, von denen Zohar sprach.
"Nein, noch nie! Und das ist es ja, was mich so verwundert...ich habe absolut keine Referenz, was das sein könnte" antwortete sie verwirrt und leicht verärgert. Normalerweise verstand sie immer alles recht rasch. Doch auf dieses Phänomen konnte sie sich absolut keinen Reim machen.
"Hm, vielleicht hat es mit den anderen, seltsamen Ereignissen zu tun? Du weißt schon, die Heavengate-Sache" versuchte Beneloh weiterzuhelfen.
Von Zeit zu Zeit gönnte sich Beneloh mit den Fähigkeiten des Zohars, dass er immer besser kontrollieren und verstehen konnte, einen Blick auf seine alte Heimat Eridu. Er besuchte Freunde und Verwandte im Geiste, doch konnten ihn diese leider nicht sehen. Desöfteren war er über den Platz des Friedens gewandert, wo sie für ihn eine Statue zu seinen Ehren errichtet hatten. Die Statue zeigte Beneloh umgeben von einem Strahlenkranz. Ein Symbol für eine Gottheit und ebenfalls für seinen Aufenthalt im Zohar, eine ziemliche gewiefte Doppeldeutigkeit, befand Beneloh.
Dann fiel ihm auf, dass das Heavengate anders aussah. Mehr als anders. Der Wasserring war zu Metall geworden. Beneloh hatte das Heavengate zuerst fasziniert angestarrt und besuchte es dann immer öfter, da er sich keinen Reim darauf machen konnte. Es machte auch die Eridaner nervös. Immer standen Teams von Forschern daneben und versuchten sich einen Reim darauf zu machen. Eines Tages geschah etwas Seltsames. Das Heavengate wurde aktiviert und anstelle eines Metallkreise bildete sich ein Wasserkreis. So als hätten die Wasser- und Metallmoleküle den Platz getauscht und die Funktion des Heavengates in keinster Weise beeinträchtigt. Gebannt hatte er darauf gewartet, wer nun das Heavengate passieren würde. Doch niemand kam hindurch. Es schloss sich einfach wieder. Das machte ihn sehr nervös und selbst Zohar konnte sich keinen Reim darauf machen. Nach einiger Suche fanden sie jedoch heraus, dass die Heavengates auf 4 weiteren Planeten ebenfalls auf diese Art und Weise verändert wurden.
"Ich weiß es wirklich nicht..." sagte Zohar verwirrt. "Oh, die Erschütterungen haben wieder aufgehört."
Beneloh lächelte Zohar freundlich an.
"Dann ist ja wohl alles wieder gut, hoffe ich mal" sagte er aufmunternd.
Zohar lächelte ebenfalls zurück und ging ein paar Schritte auf Beneloh zu, bevor sie plötzlich unter schmerzverzerrtem Gesicht zusammenbrach. Die Umgebung des Zohars begann seltsame Wellen zu schlagen und die künstlich geschaffene Atmosphäre einer Unterwasserwelt, der derzeitigen Phantasie der beiden, begann sich langsam an wenigen Stellen aufzulösen in das ursprüngliche Weiß.
Beneloh rannte zu der am Boden liegenden Zohar, die sich noch immer unter Schmerzen krümmte. "
"Was ist los?!" sagte er schockiert.
"Ich...fühle...mich schrecklich...das Zohar...leided...es schmerzt..." keuchte Zohar aus zusammegekniffenen Zähnen hervor.
Beneloh, der nicht wusste was er tun sollte oder konnte, betrachtete die Umgebung des Zohars, die nun immer mehr zu zerfallen schien in das ursprüngliche Weiß.
"Kann ich irgendwas tun?!" sagte er besorgt und merkte, wie sich langsam Hektik und Nervosität ihn ihm breitmachte.
"Keine...Ahnung..." jammerte Zohar.

Zohar
Außerhalb


Das Zohar war umringt von transparenten Strukturen, die Strahlen konzentriert auf das Zentrum des Zohars abfeuerten.
Die Oberfläche des Zohars verlor langsam aber sicher an Struktur und das Objekt selbst verlor immer mehr an Größe. Langsam schrumpfte es und die Strahlen in der Umlaufbahn des Zohars, die von den dortigen Waffen abgegeben wurden, hörten nicht auf ihre konzentrierten Ladungen abzufeuern.
Die Nemesis schwebte in einiger Entfernung zu der maschinell wirkenden Struktur, die im Orbit des Zohars aktiv war. Sie hatten eben erst vor Kurzem die Tarnung des Systems deaktiviert und begannen nun mit ihrem Angriff.
Mammi stand zufrieden lächelnd auf der astralen Brücke des Raumschiffs und betrachtete das Geschehen.
Eins musste man Enlil lassen.
Wenn ihm etwas im Weg war, war ihm jedes Mittel recht, es aus dem Weg zu räumen.
Und dies funktionierte weitaus besser als erwartet.
Weiterhin beobachtete sie die aufgewerteten Emotionswaffen um das Zohar, die die positiven Emotionen des Zohars mit verstärkten, negativen Emotionen beschossen und es so in die Knie zwangen. Dieses Ding würde ihre Pläne nicht aufhalten.
Mammi lächelte zufrieden.
Qbert - 11. Dez, 08:47

'tipps' g

2 mal "keinen Reim drauf machen" hintereinander, ist auffällig g
lol 3,4 mal
was ist los? wirs zu nem running gag? ^^

und einmal "in das ursprüngliche Weiß." auch zu viel ^^
bussi =)

Alhym - 11. Dez, 18:20

Danke ^^ Das ist mir echt nicht aufgefallen lol Irgendwie macht das jetzt auch keinen Reim auf mich ;) wie sich das einschleichen konnte *g*

Krake

Das Meeresfrüchtchen

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