Die Geschichte von Sippar (1) - Genesis
Planet Sippar (Erde)
Ungefähr 8.700 Jahre zuvor
Enlil stand unter der heißen mesopotamischen Sonne und nahm einen Schluck Wasser aus seiner Trinkflasche.
Die Wesen die vor ihm standen sahen durstig aus, doch Enlil dachte nicht daran ihnen Wasser zu geben. Er betrachtete die Wesen, die von den Annunaki, der „Arbeiterklasse“ der Elohim, mithilfe von Leinen und Peitschen im Zaum gehalten wurden.
Nachdem er sie einige Minuten beobachtet hatte, fragte er Nudimmud „Was soll das werden?“.
Nudimmud, die Chef-Genetik und Biologie Ingenieurin, sah Enlil mit einem Blick an, der zu sagen schien „Sie, Mister, kennen sich mit Militär aus. Lassen Sie mir, Mister, also das Wissenschaftliche“.
„Das sind unsere ersten Ergebnisse, Enlil“ antwortete sie ihm ruhig.
„Oh?“ sagte Enlil mit hochgezogener Augenbraue und ging dabei auf eines der Wesen zu, „dieses widerliche Etwas soll also die Arbeit übernehmen, die die Annunaki nicht mehr machen wollen? Diese widerliche Bastardmischung von Primat und Raubkatze?“
Die genetische Mischung von Homo erectus und eines Geparden leckte sich daraufhin kurz seine Handpfote und fauchte Enlil an, woraufhin ein Annunaki schroff an der Leine zog und ein anderer das Wesen mit der Peitsche schlug.
„Den einzigen Verwendungszweck den ich für diese Missgeburten sehe, ist Fellballen hochzuwürgen und als Belustigung in einem Zirkus, aber nicht für Arbeit, Nudimmud, und das war verlangt!“.
„Enlil!“ antwortete ihm Nudimmud nun schroffer, „man kann nicht einfach eine vorher unbekannte DNS mit der unsrigen einfach so kreuzen. Wir müssen Vor-Experimente durchführen, um die grundlegenden Gene zu finden, dann wissen wir, wie sie sich mit unserer DNS kombinieren lässt“.
„Und diese abscheulichen Missgeburten sind diese Vorexperimente?“ fragte Enlil und sah sich eine Mischung zwischen Homo erectus und Pferd an, dessen Oberkörper dem eines der auf diesem Planeten heimischen, höheren Primaten entsprach und der Rest der Körper eines Pferdes war.
„Ganz genau so ist es“ antwortete ihm Nudimmud. „Wir hatten Glück, überhaupt lebensfähige Wesen erzeugen zu können, das muss nicht immer der Fall sein bei Genmanipulationen“.
Das Zentaur, die Mischung aus Pferd und Mensch, sah Enlil verwundert an und berührte mit einer Hand sein Gesicht, um das ihm unbekannte Lebewesen näher zu erforschen. Enlil zog daraufhin eine Waffe und erschoss den Zentaur.
„Enlil!“ rief Nudimmud.
„Was? Hättet ihr den noch für genetische Versuche gebraucht?“ sagte er verwundert.
„Nein, aber trotzdem! Du kannst doch nicht einfach das Leben dieses Wesens beenden“.
„Pah!“ antwortete ihr Enlil, „ohne uns gäbe es diese Wesen gar nicht. Wir haben sie erschaffen, wir können sie vernichten wenn es uns beliebt. Diesen genetischen Fehler wird schon niemand auf Sippar vermissen“.
Nudimmud war geschockt von Enlils plötzlicher Kälte und Härte.
Als sie vor vielen Jahren auf Sippar gelandet waren, um den Planeten bezüglich seiner Rohstoffe auszubeuten, war Enlil noch fröhlicher und offener. Da der Planet einer der 5 Planeten des Pangäa-Ringes war, galt ihm besondere Aufmerksamkeit. Er war reich an Bodenschätzen und Leben, viel reicher als andere Planeten, und durch den Einfluss seiner Position im Pangäa-Ring entwickelte sich der Planet rascher. Die Elohim hatten einige Basen und kleinere Städte gebaut und begannen auf einem der südlichen Kontinente Gold abzubauen, währen die Kommandozentral in dem Gebiet von Mesopotamien lag. Da der Weltraumflug zur Heimat der Elohim jedoch lang dauerte, nahmen sie nur wenige technische Geräte mit und die Annunaki mussten diese bedienen. Alles verlief gut, Enlil erfreute sich dieses schönen Planeten und war fröhlich. Doch als eines Tages die Annunaki rebellierte und nicht mehr unter diesen unmenschlichen Bedingungen in einer Mine arbeiten wollten, wurde anscheinend Enlils Stolz als ein Führer angegriffen. Er befahl zwar Waffengewalt um die Annunaki wieder zum Arbeiten zu bewegen, jedoch wollte keiner der anderen Elohim einen von ihnen verletzen. Daraufhin befahl Enlil die genetische Aufwertung der hiesigen Primatenspezies zu willigen Arbeitssklaven, oder in der Sprache der Elohim, zu Lulus.
Doch dass Enlil nun bereits so kaltherzig geworden war, konnte Nudimmud nicht fassen.
„Dennoch hatte es ein Recht auf Leben, Enlil. Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du meine Schöpfungen nicht wahllos töten würdest, danke“ sagte sie schließlich.
„Von mir aus. Wann sind wir so weit unsere DNS mit der der hiesigen Primaten zu kreuzen um Lulus zu haben?“ fragte Enlil nach.
„Wir werden bald Versuche zur DNS-Kombination starten“ antwortete ihm Nudimmud.
„Gut. Vergiss nicht, was wir gesagt haben. Begrenze ihre Lebenszeit maximal auf 120 Jahre und mach sie steril, sie sollen sich nicht selbst fortpflanzen können. Wir wollen hier Arbeitssklaven und keine mögliche Konkurrenz züchten“.
„Verstanden. Ich werde der DNS kleine Fehler bei der Reproduktion einsetzen, so dass die Zellerneuerung nach spätestens 120 Jahren so fehlerhaft ist, dass diese Wesen sterben werden.“
„Töten wir sie damit nicht indirekt?“ fragte Enki, der mit dem Abbau des Goldes und anderer Rohstoffe im Süden des Planeten beauftragt war.
„Das würd ich nicht sagen“ antwortete Enlil.
„Das ist eher moralisch zu beantworten“ sagte Nudimmud und sah Enlil dabei böse an.
„Verstehe“ antwortete Enki daraufhin nachdenklich.
„Nun gut. Mach mit deinen Haustieren hier was du willst, Nudimmud. Sobald wir Lulus haben, informiere mich wieder und dann ab mit ihnen in die Südminen zu Enki. Wer Widerstand leistet, wird erschossen, vor den Augen der anderen Lulus, als ein Zeichen. Wir haben sie erschaffen, wir vernichten sie wann wir wollen. Wir können anderen klonen wenn es nötig ist, das Individuum ist nicht wertvoll, wenn es nicht arbeiten will.“
Enki schwieg daraufhin und Nudimmud nickte einfach nur.
„Gut. Ich kehre nun wieder nach Eridu-Stadt zurück. Wenn es etwas gibt, bin ich dort zu erreichen“ sagte Enlil schließlich und verließ das genetische Labor der Elohim, Eden.
Genetisches Labor „Eden“, Sippar
Einige Jahre später
Die Last der Annunaki war von den nun mehr fertigen, sterilen und lebenszeitbegrenzten Lulus übernommen worden. Diese waren gerade mal so intelligent designet worden, dass sie den Umgang mit den technischen Geräten der Elohim verstanden und so als Arbeitssklaven verwendet werden konnten. Ein Zeichen hatte sich unter den Lulus etabliert, die die Sprache der Elohim angenommen hatten und ebenfalls schreiben und lesen konnten. Man legte die Handinnenflächen aneinander und die beiden abstehenden Daumen formten ein X oder ein Kreuz. Die zusammengelegten Hände symbolisierten die Fesselung beziehungsweise Enteignung der Lulus durch ihre Herrscher und das Kreuz hatte sich als Zeichen für die Elohim etabliert. In der Sprache der Lulus hießen die Elohim „Dingir“ und mithilfe von harten und spitzen Steinen ritzen sie in weichere Lehmtafeln Symbole ein. Das Symbol für Dingir ähnelte einem Kreuz.
Enki, der tagein und tagaus die schwere Arbeit der Lulus mitbekam, anders, als Enlil der sich in der Nordhalbkugel des Planeten aufhielt, hatte über die Jahre immer mehr Mitleid für die Wesen entwickelt.
Immerhin waren sie mithilfe der DNS der Elohim erschaffen und aufgewartet worden, dem Ebenbild Elohims gleich. Sie waren mehr oder minder ein Teil der Elohim und Enki konnte es nicht ertragen, „seinesgleichen“ so leiden zu sehen.
Als er in Eden geheime Projekte durchführte, wusste er, dass es Enlil sehr aufregen würde, wenn er Erfolg gehabt hätte. Aber er wollte etwas für die Lulus tun, er wollte ihnen helfen.
Nach einigen fehlgeschlagenen Experimenten mithilfe von Nudimmud gelang es beiden jedoch eine fertile Version der Lulus zu schaffen. Eines der beiden Tabus von Enlil war damit nun gebrochen. Ewiges Leben blieb zwar noch verwehrt, doch nun konnten sich diese Wesen immerhin selbstständig fortpflanzen. Die Frucht vom Baum der Erkenntnis war gegessen und die Schlange Enki freute sich über das Geschenk, dass er und Nudimmud den Lulus geben konnte.
Enlil erfuhr später von diesem Eingriff, als sich die Population der Lulus stark vergrößerte und nicht mehr kontrollierbar war. Er wollte zuerst alle Lulus auslöschen und noch einmal von vorne beginnen, sah jedoch dann ein, dass die Kosten und der Aufwand hierfür zu groß gewesen wären. Enlil erlaubte den Lulus eine eigene Kultur zu entwickeln, solange sie noch ihren Göttern dienten und Gold und andere Rohstoffe für sie abbauten.
Enki war glücklich über diese Entwicklung und andere Elohims brachten den Lulus grundlegende Dinge wie Landwirtschaft und Mathematik bei. Astronomie wurde ebenfalls verstärkt gelehrt, damit die Lulus ungefähr abschätzen konnten, wann die Transportschiffe der Elohim kamen und wann mit einem Besuch der Elohim – Götter zu rechnen war.
Auf diese Art und Weise wuchs die Kultur der Lulus immer mehr heran und gab sich schließlich den Namen Mensch.
Und Enlil und Enki lagen in einem Zwist, wie mit dieser erschaffenen Spezies nun vorzugehen war, als diese immer mehr der Anarchie verfiel und die Situation sich zuspitzte, als Enlil eine Entscheidung gegenüber einer menschlichen Stadt, Sodom und Gomorrha, traf.
Ungefähr 8.700 Jahre zuvor
Enlil stand unter der heißen mesopotamischen Sonne und nahm einen Schluck Wasser aus seiner Trinkflasche.
Die Wesen die vor ihm standen sahen durstig aus, doch Enlil dachte nicht daran ihnen Wasser zu geben. Er betrachtete die Wesen, die von den Annunaki, der „Arbeiterklasse“ der Elohim, mithilfe von Leinen und Peitschen im Zaum gehalten wurden.
Nachdem er sie einige Minuten beobachtet hatte, fragte er Nudimmud „Was soll das werden?“.
Nudimmud, die Chef-Genetik und Biologie Ingenieurin, sah Enlil mit einem Blick an, der zu sagen schien „Sie, Mister, kennen sich mit Militär aus. Lassen Sie mir, Mister, also das Wissenschaftliche“.
„Das sind unsere ersten Ergebnisse, Enlil“ antwortete sie ihm ruhig.
„Oh?“ sagte Enlil mit hochgezogener Augenbraue und ging dabei auf eines der Wesen zu, „dieses widerliche Etwas soll also die Arbeit übernehmen, die die Annunaki nicht mehr machen wollen? Diese widerliche Bastardmischung von Primat und Raubkatze?“
Die genetische Mischung von Homo erectus und eines Geparden leckte sich daraufhin kurz seine Handpfote und fauchte Enlil an, woraufhin ein Annunaki schroff an der Leine zog und ein anderer das Wesen mit der Peitsche schlug.
„Den einzigen Verwendungszweck den ich für diese Missgeburten sehe, ist Fellballen hochzuwürgen und als Belustigung in einem Zirkus, aber nicht für Arbeit, Nudimmud, und das war verlangt!“.
„Enlil!“ antwortete ihm Nudimmud nun schroffer, „man kann nicht einfach eine vorher unbekannte DNS mit der unsrigen einfach so kreuzen. Wir müssen Vor-Experimente durchführen, um die grundlegenden Gene zu finden, dann wissen wir, wie sie sich mit unserer DNS kombinieren lässt“.
„Und diese abscheulichen Missgeburten sind diese Vorexperimente?“ fragte Enlil und sah sich eine Mischung zwischen Homo erectus und Pferd an, dessen Oberkörper dem eines der auf diesem Planeten heimischen, höheren Primaten entsprach und der Rest der Körper eines Pferdes war.
„Ganz genau so ist es“ antwortete ihm Nudimmud. „Wir hatten Glück, überhaupt lebensfähige Wesen erzeugen zu können, das muss nicht immer der Fall sein bei Genmanipulationen“.
Das Zentaur, die Mischung aus Pferd und Mensch, sah Enlil verwundert an und berührte mit einer Hand sein Gesicht, um das ihm unbekannte Lebewesen näher zu erforschen. Enlil zog daraufhin eine Waffe und erschoss den Zentaur.
„Enlil!“ rief Nudimmud.
„Was? Hättet ihr den noch für genetische Versuche gebraucht?“ sagte er verwundert.
„Nein, aber trotzdem! Du kannst doch nicht einfach das Leben dieses Wesens beenden“.
„Pah!“ antwortete ihr Enlil, „ohne uns gäbe es diese Wesen gar nicht. Wir haben sie erschaffen, wir können sie vernichten wenn es uns beliebt. Diesen genetischen Fehler wird schon niemand auf Sippar vermissen“.
Nudimmud war geschockt von Enlils plötzlicher Kälte und Härte.
Als sie vor vielen Jahren auf Sippar gelandet waren, um den Planeten bezüglich seiner Rohstoffe auszubeuten, war Enlil noch fröhlicher und offener. Da der Planet einer der 5 Planeten des Pangäa-Ringes war, galt ihm besondere Aufmerksamkeit. Er war reich an Bodenschätzen und Leben, viel reicher als andere Planeten, und durch den Einfluss seiner Position im Pangäa-Ring entwickelte sich der Planet rascher. Die Elohim hatten einige Basen und kleinere Städte gebaut und begannen auf einem der südlichen Kontinente Gold abzubauen, währen die Kommandozentral in dem Gebiet von Mesopotamien lag. Da der Weltraumflug zur Heimat der Elohim jedoch lang dauerte, nahmen sie nur wenige technische Geräte mit und die Annunaki mussten diese bedienen. Alles verlief gut, Enlil erfreute sich dieses schönen Planeten und war fröhlich. Doch als eines Tages die Annunaki rebellierte und nicht mehr unter diesen unmenschlichen Bedingungen in einer Mine arbeiten wollten, wurde anscheinend Enlils Stolz als ein Führer angegriffen. Er befahl zwar Waffengewalt um die Annunaki wieder zum Arbeiten zu bewegen, jedoch wollte keiner der anderen Elohim einen von ihnen verletzen. Daraufhin befahl Enlil die genetische Aufwertung der hiesigen Primatenspezies zu willigen Arbeitssklaven, oder in der Sprache der Elohim, zu Lulus.
Doch dass Enlil nun bereits so kaltherzig geworden war, konnte Nudimmud nicht fassen.
„Dennoch hatte es ein Recht auf Leben, Enlil. Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du meine Schöpfungen nicht wahllos töten würdest, danke“ sagte sie schließlich.
„Von mir aus. Wann sind wir so weit unsere DNS mit der der hiesigen Primaten zu kreuzen um Lulus zu haben?“ fragte Enlil nach.
„Wir werden bald Versuche zur DNS-Kombination starten“ antwortete ihm Nudimmud.
„Gut. Vergiss nicht, was wir gesagt haben. Begrenze ihre Lebenszeit maximal auf 120 Jahre und mach sie steril, sie sollen sich nicht selbst fortpflanzen können. Wir wollen hier Arbeitssklaven und keine mögliche Konkurrenz züchten“.
„Verstanden. Ich werde der DNS kleine Fehler bei der Reproduktion einsetzen, so dass die Zellerneuerung nach spätestens 120 Jahren so fehlerhaft ist, dass diese Wesen sterben werden.“
„Töten wir sie damit nicht indirekt?“ fragte Enki, der mit dem Abbau des Goldes und anderer Rohstoffe im Süden des Planeten beauftragt war.
„Das würd ich nicht sagen“ antwortete Enlil.
„Das ist eher moralisch zu beantworten“ sagte Nudimmud und sah Enlil dabei böse an.
„Verstehe“ antwortete Enki daraufhin nachdenklich.
„Nun gut. Mach mit deinen Haustieren hier was du willst, Nudimmud. Sobald wir Lulus haben, informiere mich wieder und dann ab mit ihnen in die Südminen zu Enki. Wer Widerstand leistet, wird erschossen, vor den Augen der anderen Lulus, als ein Zeichen. Wir haben sie erschaffen, wir vernichten sie wann wir wollen. Wir können anderen klonen wenn es nötig ist, das Individuum ist nicht wertvoll, wenn es nicht arbeiten will.“
Enki schwieg daraufhin und Nudimmud nickte einfach nur.
„Gut. Ich kehre nun wieder nach Eridu-Stadt zurück. Wenn es etwas gibt, bin ich dort zu erreichen“ sagte Enlil schließlich und verließ das genetische Labor der Elohim, Eden.
Genetisches Labor „Eden“, Sippar
Einige Jahre später
Die Last der Annunaki war von den nun mehr fertigen, sterilen und lebenszeitbegrenzten Lulus übernommen worden. Diese waren gerade mal so intelligent designet worden, dass sie den Umgang mit den technischen Geräten der Elohim verstanden und so als Arbeitssklaven verwendet werden konnten. Ein Zeichen hatte sich unter den Lulus etabliert, die die Sprache der Elohim angenommen hatten und ebenfalls schreiben und lesen konnten. Man legte die Handinnenflächen aneinander und die beiden abstehenden Daumen formten ein X oder ein Kreuz. Die zusammengelegten Hände symbolisierten die Fesselung beziehungsweise Enteignung der Lulus durch ihre Herrscher und das Kreuz hatte sich als Zeichen für die Elohim etabliert. In der Sprache der Lulus hießen die Elohim „Dingir“ und mithilfe von harten und spitzen Steinen ritzen sie in weichere Lehmtafeln Symbole ein. Das Symbol für Dingir ähnelte einem Kreuz.
Enki, der tagein und tagaus die schwere Arbeit der Lulus mitbekam, anders, als Enlil der sich in der Nordhalbkugel des Planeten aufhielt, hatte über die Jahre immer mehr Mitleid für die Wesen entwickelt.
Immerhin waren sie mithilfe der DNS der Elohim erschaffen und aufgewartet worden, dem Ebenbild Elohims gleich. Sie waren mehr oder minder ein Teil der Elohim und Enki konnte es nicht ertragen, „seinesgleichen“ so leiden zu sehen.
Als er in Eden geheime Projekte durchführte, wusste er, dass es Enlil sehr aufregen würde, wenn er Erfolg gehabt hätte. Aber er wollte etwas für die Lulus tun, er wollte ihnen helfen.
Nach einigen fehlgeschlagenen Experimenten mithilfe von Nudimmud gelang es beiden jedoch eine fertile Version der Lulus zu schaffen. Eines der beiden Tabus von Enlil war damit nun gebrochen. Ewiges Leben blieb zwar noch verwehrt, doch nun konnten sich diese Wesen immerhin selbstständig fortpflanzen. Die Frucht vom Baum der Erkenntnis war gegessen und die Schlange Enki freute sich über das Geschenk, dass er und Nudimmud den Lulus geben konnte.
Enlil erfuhr später von diesem Eingriff, als sich die Population der Lulus stark vergrößerte und nicht mehr kontrollierbar war. Er wollte zuerst alle Lulus auslöschen und noch einmal von vorne beginnen, sah jedoch dann ein, dass die Kosten und der Aufwand hierfür zu groß gewesen wären. Enlil erlaubte den Lulus eine eigene Kultur zu entwickeln, solange sie noch ihren Göttern dienten und Gold und andere Rohstoffe für sie abbauten.
Enki war glücklich über diese Entwicklung und andere Elohims brachten den Lulus grundlegende Dinge wie Landwirtschaft und Mathematik bei. Astronomie wurde ebenfalls verstärkt gelehrt, damit die Lulus ungefähr abschätzen konnten, wann die Transportschiffe der Elohim kamen und wann mit einem Besuch der Elohim – Götter zu rechnen war.
Auf diese Art und Weise wuchs die Kultur der Lulus immer mehr heran und gab sich schließlich den Namen Mensch.
Und Enlil und Enki lagen in einem Zwist, wie mit dieser erschaffenen Spezies nun vorzugehen war, als diese immer mehr der Anarchie verfiel und die Situation sich zuspitzte, als Enlil eine Entscheidung gegenüber einer menschlichen Stadt, Sodom und Gomorrha, traf.
Alhym - 4. Dez, 17:02


