World Trade City
Vereinte Nationen
Wien
Im Gebäude der Vereinten Nationen in Wien war eine wichtige Debatte im Gange. Da sich hier die Institution bezüglich Fragen von Atomtechniken befand, wurde hier gerade das heikle Thema der atomaren Aufrüstung diverser Staaten sowie potentieller atomarer Bedrohungen diskutiert.
Solange es um Dinge wie Welthunger oder Wirtschaft ging, waren nie wirklich alle Nationen anwesend. Zwar kamen fast alle, doch die meisten Botschafter waren in ihren eigenen Gedanken versunken.
Doch sobald jemand das Wort Atomwaffe erwähnt, hörten alle gespannt zu. Entweder aus Angst vor dieser Macht oder aus Gier, diese Macht auch haben zu können und nicht benachteiligt zu werden im diplomatischen Blutballett.
Als sich gerade der iranische Botschafter gegen unzählige Vorwürfe verteidigen durfte, erschien plötzlich ein Mann mitten im Besprechungssaal.
Erschrocken sprangen manche Botschafter auf und einige deuteten wild zu den bewaffneten Ordnungshütern, die sofort auf den bärtigen Mann zustürmten. Als sie nur noch einen Meter von ihm entfernt waren, blitze kurz eine Art elektrisches Schild um den Mann herum auf und Stromschläge von mehreren tausend Volt schleuderten die Ordnungshüter gegen die Wand, die daraufhin schwer verwundet liegen blieben.
"Hallo auch" sagte der fremde Mann und jeder verstand es sofort, selbst ohne Dolmetscher.
Dies war aufgrund eines Implantates im Gehirn des Mannes, dass in Bruchteilen von Sekunden jede Sprache analysieren und für ihn in seine Muttersprache umwandeln konnte und im Gegenzug telepathische Übersetzung des vom Mann Gesagten an die Zuhörer senden konnte.
Der Mann schritt zu einem Rednerpult und stützte seine Arme in der Art und Weise darauf ab, die deutlich machen sollte, wer hier das sagen hatte.
Alle starrten den seltsamen Mann gebannt an, als dieser sagte "Ich bin Enlil".
Die erwartete, ehrfürchtige Reaktion des Volkes von Sippar blieb aus und Enlil war leicht enttäuscht.
"Euer oberster Gott?" fügte er hinzu.
Daraufhin brachen die Botschafter der Nationen in Entrüstung aus.
"Allah ist unser Gott!" rief einer.
"Nein, Gott ist unser Gott!" brüllte ein anderer und kam sich danach ziemlich dämlich vor.
"Was auch immer, aber SIE Sir, sind ganz sicher kein Gott" entfuhr es dem britischen Botschafter.
Enlil schmunzelte.
"Ihr habt also wirklich eure Geschichte verleugnet. Nun, von mir aus, ich bin nicht hier, um euch historisch zu belehren. Ich bin hier, um unseren Orbit zu beanspruchen".
Daraufhin kehrte wieder Stille im Besprechungssaal ein, als die Botschafter sich verwirrt ansahen.
"Unser Orbit" wiederholte Enlil, "ihr wisst schon, dass Gebiet, dass ihr mit euren Satelliten verschmutzt habt".
"Was?!" entfuhr es dem amerikanischen Botschafter, "was redet dieser Terrorist da?!"
"Bitte?" sagte Enlil, die Ruhe in Person.
"Ja, Sie mein ich, Sie, mit Ihrem wüsten Bart und ihren stechenden, dunklen Augen! Glauben Sie nicht, dass ich einen arabischen Terroristen nicht erkenne, wenn ich einen sehe"
Enlil lachte daraufhin kurz erheitert, doch war rasch wieder todernst.
"Mein guter Herr, wenn ich das sagen darf, ich bin kein arabischer Terrorist. Ich weiß nicht einmal, was das Wort "arabisch" bedeuten soll" antwortete er dem US-Botschafter.
"Wie soll denn ein arabischer Terrorist einfach hier aus dem Nichts auftauchen mit einer Art Schutzschild?" fragte der französische Botschafter nervös.
"Egal, wir sollten eine Resolution gegen Schutzschilde und plötzlich auftauchende Leute erlassen" bemerkte der deutsche Botschafter kühl.
"Meine Güte" seufzte Enlil.
"Sie täuschen mich nicht!" brüllte der US Botschafter weiter. "Amerika wird das Weltall nicht aufgeben. Amerika beansprucht das Weltall für sich und Amerika wird schon garnicht mit arabischen Terroristen verhandeln!".
Nun begann Enlil zu lächeln. Jeder, der Enlil gut kannte und nicht erst ein paar Minuten, wie die Botschafter der Vereinten Nationen hier in Wien nun, würde nun sehr ängstlich werden, bei diesem besonderen Lächeln von Enlil.
"Ja, das Volk von Amerika. Man hat mich bereits über euch informiert, deshalb bin ich auch persönlich hier"
"Wo ist Osama Bin Laden!" entfuhr es dem US Botschafter, der schon leicht hysterisch wurde.
"Wer?" fragte Enlil nach.
"Bin Laden! Stell dich nicht dumm, arabischer Terrorist! Meine Leute haben Methoden, um an Informationen zu kommen!" drohte er Enlil.
Enlils Lächeln wurde nun noch tödlicher.
"Achso? Wissen Sie, meine Leute haben auch Methoden, um an ihr Ziel zu kommen. Wir können gerne einmal vergleichen"
"Das kennen wir schon! Feige Terroranschläge auf das World Trade Center, das ist alles, was ihr könnt! Doch kommt es wirklich hart auf hart und zu einem Krieg, dann wird Amerika gewinnen. Amerika wird die Achse des Bösen auslöschen und ewigwährenden Weltfrieden durchsetzen".
"Oh ja, darüber hat man mich auch informiert. Über die, sagen wir mal unumstössliche Heißblütigkeit ihres Volkes, wo andere Völker noch gemäßigter sein mögen. Über ihre schwere, schwere Wunde des World Trade Centers, über ihren Krieg gegen den Terror. Das ist mir alles egal. Wir werden einige Satelliten von ihnen abschießen, alle, die sich in unseren Umlaufbahnen befinden und Sie können nichts dagegen tun"
"Amerika wird das nicht dulden, England und der Rest der Welt wird uns schon helfen!" brüllte der US Botschafter weiter.
"Ähm..." sagte der englische Botschafter leicht verlegen, doch Enlil unterbrach ihn rasch.
"Nun, US Männchen, wie ich sehe, sind sie schwerer zu überzeugen von einem Mann, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht und weitaus überlegenere Technologie besitzt, als alles, was sich hier auf diesem Planeten befindet. Darum habe ich eine kleine...sagen wir einmal Demonstration für Sie vorbereitet".
Daraufhin drückte Enlil einen Knopf auf einem Gerät an seinem Handgelenk und ein holographischer Bildschirm wurde groß schwebend in der Luft projiziert, der New York City zeigte.
Zuerst beeindruckt, fing sich der US Botschafter dennoch rasch wieder.
"Das ist simple Holographie. Da haben die Terroristen halt etwas mehr geforscht als wir, wir haben die besseren Waffen dafür" sagte er zu seinen Kollegen, um so viele Nationen wie möglich für den Krieg des Friedens zu finden. Diese zogen jedoch im Moment den Frieden des Friedens vor.
"Och, das ist doch nicht die Demonstration, kleiner ungeduldiger US Mann." sagte Enlil und drückte einen weiteren Knopf an seinem Handgelenk.
"Das hier ist sie" sagte er nun mit finsterer Mine.
Über der breiten Skyline von New York erschien auf einmal wie aus dem Nichts ein schwarzes fliegende Objekt. Ein kleiner heller Lichtpunkt löste sich von dem Objekt und stürzte auf New York City herab. Er verschwand hinter der hohen Skyline und weniger Sekunden später zerbrachen Gebäude und eine grelle Lichtwelle breitete sich über New York City aus. Als sich nach wenigen Minuten der Staub gelegt hatte, waren nur noch verbrannte Ruinen und Asche zu sehen.
"Toll ein Video" lachte der US Botschafter. "Soll ich Ihnen diese Computeranimation wirklich glauben?!"
Enlil lächelte ihn nur an und wartete einige Moment ab, als Minuten nach dieser Lichtshow ein aufgeregert Mitarbeiter des US Botschafters zu ihm stürzte und ihn etwas ins Ohr flüsterte.
"Sagen Sie es ruhig laut, werter Nachrichtenübermittler!" rief Enlil ihm zu,
Dieser schluckte schwer und hielt es für das Beste, Enlil zu gehorchen.
"Erdbebenstationen rund um New York City haben vor einigen Minute enorme Erschütterungen in der Stadt festgestellt...jede Verbindung zur Stadt ist abgebrochen...Flugzeuge in der Nähe verschwanden vom Radarschirm. Wir bekommen keine Verbindung mehr zu New York City..." stammelte er verwirrt.
"Was haben Sie mit unserer Technik in New York City angestellt?!" brüllte der US Botschafter, "wie haben Sie diesen Trick vollführt?!".
"Entschuldigen Sie die Störung!" rief ein weiterer, hereinstürmender Amerikaner, bleich im Gesicht vor Schock. "Herr Botschafter...Helikopter schweben über New York...es...es ist furchtbar...New York ist weg...es ist...vollkommen zu Staub und Asche zerfallen...alles...wirklich alles ist vernichtet dort...Millionen von Menschen auf einem Schlag...alle weg...New York City...ist weg...nur noch verbrannte Erde...meine Frau..." stammelte er.
"Sie Atombomben werfender Mistkerl!" rief der US Botschafter zu Enlil.
"Aber aber" sagte dieser ruhig, "wie gesagt, ich bin kein Terrorist. Ich bin kein arabischer oder was Sie da sagten und das war nicht einmal eine Nuklearwaffe, das ist Babyspielzeug. Das war eine simple, kleine, Antimateriedetonation. Oder sollte ich sagen, Antimateriedemonstration?" lachte Enlil.
"Sie verfluchter..." schrie der US Botschafter voller Wut.
"Ah!" stoppte Enlil ihn, "Sie hören mir jetzt ZU. Ihr GOTT ist wieder hier und ihr Gott hat wenig Zeit noch Nerven sich mit Kleinigkeiten abzugeben."
Enlil bewegte sich vom Rednerpult weg und sagte in Richtung aller Botschafter:
"Wir haben diese Zivilisation erschaffen, wir zerstören sie, wann immer wir wollen. Diese Stadt war nur der Anfang...es muss aber nicht weitergehen. UNS gehört dieser Planet, samt seinem Orbit. Und der Orbit ist uns nun wichtig, wir werden nichts weiter zerstören, außer, jemand braucht noch eine Demonstration?"
Bedrückende Stille herrschte im Besprechungssaal.
"Gut. Der Wille Gottes geschehe. Macht mich nicht schon wieder wütend, Lulus" sagte Enlil und spuckte dabei fast das Wort "Lulus" aus, mit dem jedoch niemand etwas anfangen konnte.
"Ich bin kein Terrorist. Ich bin ein Mann mit einer Vision. Und wenn dieser Vision irgendetwas, irgendetwas, im Weg stehen sollte...wird es weggeräumt" drohte Enlil erneut und verschwand wieder aus dem Besprechungssaal, in dem nun Todesstille herrschte.
New York City lag in Schutt und Asche.
Millionen Menschen auf einen Schlag ausgelöscht durch den Willen eines Gottes.
Ein Gott, der schon vor Tausenden Jahren auf diesem Planeten aufgehört hatte, irgendeine Reue oder Moral gegenüber den Lebewesen hier, den Lulus, zu hegen.
Ein Gott mit einem toten Herzen.
Wien
Im Gebäude der Vereinten Nationen in Wien war eine wichtige Debatte im Gange. Da sich hier die Institution bezüglich Fragen von Atomtechniken befand, wurde hier gerade das heikle Thema der atomaren Aufrüstung diverser Staaten sowie potentieller atomarer Bedrohungen diskutiert.
Solange es um Dinge wie Welthunger oder Wirtschaft ging, waren nie wirklich alle Nationen anwesend. Zwar kamen fast alle, doch die meisten Botschafter waren in ihren eigenen Gedanken versunken.
Doch sobald jemand das Wort Atomwaffe erwähnt, hörten alle gespannt zu. Entweder aus Angst vor dieser Macht oder aus Gier, diese Macht auch haben zu können und nicht benachteiligt zu werden im diplomatischen Blutballett.
Als sich gerade der iranische Botschafter gegen unzählige Vorwürfe verteidigen durfte, erschien plötzlich ein Mann mitten im Besprechungssaal.
Erschrocken sprangen manche Botschafter auf und einige deuteten wild zu den bewaffneten Ordnungshütern, die sofort auf den bärtigen Mann zustürmten. Als sie nur noch einen Meter von ihm entfernt waren, blitze kurz eine Art elektrisches Schild um den Mann herum auf und Stromschläge von mehreren tausend Volt schleuderten die Ordnungshüter gegen die Wand, die daraufhin schwer verwundet liegen blieben.
"Hallo auch" sagte der fremde Mann und jeder verstand es sofort, selbst ohne Dolmetscher.
Dies war aufgrund eines Implantates im Gehirn des Mannes, dass in Bruchteilen von Sekunden jede Sprache analysieren und für ihn in seine Muttersprache umwandeln konnte und im Gegenzug telepathische Übersetzung des vom Mann Gesagten an die Zuhörer senden konnte.
Der Mann schritt zu einem Rednerpult und stützte seine Arme in der Art und Weise darauf ab, die deutlich machen sollte, wer hier das sagen hatte.
Alle starrten den seltsamen Mann gebannt an, als dieser sagte "Ich bin Enlil".
Die erwartete, ehrfürchtige Reaktion des Volkes von Sippar blieb aus und Enlil war leicht enttäuscht.
"Euer oberster Gott?" fügte er hinzu.
Daraufhin brachen die Botschafter der Nationen in Entrüstung aus.
"Allah ist unser Gott!" rief einer.
"Nein, Gott ist unser Gott!" brüllte ein anderer und kam sich danach ziemlich dämlich vor.
"Was auch immer, aber SIE Sir, sind ganz sicher kein Gott" entfuhr es dem britischen Botschafter.
Enlil schmunzelte.
"Ihr habt also wirklich eure Geschichte verleugnet. Nun, von mir aus, ich bin nicht hier, um euch historisch zu belehren. Ich bin hier, um unseren Orbit zu beanspruchen".
Daraufhin kehrte wieder Stille im Besprechungssaal ein, als die Botschafter sich verwirrt ansahen.
"Unser Orbit" wiederholte Enlil, "ihr wisst schon, dass Gebiet, dass ihr mit euren Satelliten verschmutzt habt".
"Was?!" entfuhr es dem amerikanischen Botschafter, "was redet dieser Terrorist da?!"
"Bitte?" sagte Enlil, die Ruhe in Person.
"Ja, Sie mein ich, Sie, mit Ihrem wüsten Bart und ihren stechenden, dunklen Augen! Glauben Sie nicht, dass ich einen arabischen Terroristen nicht erkenne, wenn ich einen sehe"
Enlil lachte daraufhin kurz erheitert, doch war rasch wieder todernst.
"Mein guter Herr, wenn ich das sagen darf, ich bin kein arabischer Terrorist. Ich weiß nicht einmal, was das Wort "arabisch" bedeuten soll" antwortete er dem US-Botschafter.
"Wie soll denn ein arabischer Terrorist einfach hier aus dem Nichts auftauchen mit einer Art Schutzschild?" fragte der französische Botschafter nervös.
"Egal, wir sollten eine Resolution gegen Schutzschilde und plötzlich auftauchende Leute erlassen" bemerkte der deutsche Botschafter kühl.
"Meine Güte" seufzte Enlil.
"Sie täuschen mich nicht!" brüllte der US Botschafter weiter. "Amerika wird das Weltall nicht aufgeben. Amerika beansprucht das Weltall für sich und Amerika wird schon garnicht mit arabischen Terroristen verhandeln!".
Nun begann Enlil zu lächeln. Jeder, der Enlil gut kannte und nicht erst ein paar Minuten, wie die Botschafter der Vereinten Nationen hier in Wien nun, würde nun sehr ängstlich werden, bei diesem besonderen Lächeln von Enlil.
"Ja, das Volk von Amerika. Man hat mich bereits über euch informiert, deshalb bin ich auch persönlich hier"
"Wo ist Osama Bin Laden!" entfuhr es dem US Botschafter, der schon leicht hysterisch wurde.
"Wer?" fragte Enlil nach.
"Bin Laden! Stell dich nicht dumm, arabischer Terrorist! Meine Leute haben Methoden, um an Informationen zu kommen!" drohte er Enlil.
Enlils Lächeln wurde nun noch tödlicher.
"Achso? Wissen Sie, meine Leute haben auch Methoden, um an ihr Ziel zu kommen. Wir können gerne einmal vergleichen"
"Das kennen wir schon! Feige Terroranschläge auf das World Trade Center, das ist alles, was ihr könnt! Doch kommt es wirklich hart auf hart und zu einem Krieg, dann wird Amerika gewinnen. Amerika wird die Achse des Bösen auslöschen und ewigwährenden Weltfrieden durchsetzen".
"Oh ja, darüber hat man mich auch informiert. Über die, sagen wir mal unumstössliche Heißblütigkeit ihres Volkes, wo andere Völker noch gemäßigter sein mögen. Über ihre schwere, schwere Wunde des World Trade Centers, über ihren Krieg gegen den Terror. Das ist mir alles egal. Wir werden einige Satelliten von ihnen abschießen, alle, die sich in unseren Umlaufbahnen befinden und Sie können nichts dagegen tun"
"Amerika wird das nicht dulden, England und der Rest der Welt wird uns schon helfen!" brüllte der US Botschafter weiter.
"Ähm..." sagte der englische Botschafter leicht verlegen, doch Enlil unterbrach ihn rasch.
"Nun, US Männchen, wie ich sehe, sind sie schwerer zu überzeugen von einem Mann, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht und weitaus überlegenere Technologie besitzt, als alles, was sich hier auf diesem Planeten befindet. Darum habe ich eine kleine...sagen wir einmal Demonstration für Sie vorbereitet".
Daraufhin drückte Enlil einen Knopf auf einem Gerät an seinem Handgelenk und ein holographischer Bildschirm wurde groß schwebend in der Luft projiziert, der New York City zeigte.
Zuerst beeindruckt, fing sich der US Botschafter dennoch rasch wieder.
"Das ist simple Holographie. Da haben die Terroristen halt etwas mehr geforscht als wir, wir haben die besseren Waffen dafür" sagte er zu seinen Kollegen, um so viele Nationen wie möglich für den Krieg des Friedens zu finden. Diese zogen jedoch im Moment den Frieden des Friedens vor.
"Och, das ist doch nicht die Demonstration, kleiner ungeduldiger US Mann." sagte Enlil und drückte einen weiteren Knopf an seinem Handgelenk.
"Das hier ist sie" sagte er nun mit finsterer Mine.
Über der breiten Skyline von New York erschien auf einmal wie aus dem Nichts ein schwarzes fliegende Objekt. Ein kleiner heller Lichtpunkt löste sich von dem Objekt und stürzte auf New York City herab. Er verschwand hinter der hohen Skyline und weniger Sekunden später zerbrachen Gebäude und eine grelle Lichtwelle breitete sich über New York City aus. Als sich nach wenigen Minuten der Staub gelegt hatte, waren nur noch verbrannte Ruinen und Asche zu sehen.
"Toll ein Video" lachte der US Botschafter. "Soll ich Ihnen diese Computeranimation wirklich glauben?!"
Enlil lächelte ihn nur an und wartete einige Moment ab, als Minuten nach dieser Lichtshow ein aufgeregert Mitarbeiter des US Botschafters zu ihm stürzte und ihn etwas ins Ohr flüsterte.
"Sagen Sie es ruhig laut, werter Nachrichtenübermittler!" rief Enlil ihm zu,
Dieser schluckte schwer und hielt es für das Beste, Enlil zu gehorchen.
"Erdbebenstationen rund um New York City haben vor einigen Minute enorme Erschütterungen in der Stadt festgestellt...jede Verbindung zur Stadt ist abgebrochen...Flugzeuge in der Nähe verschwanden vom Radarschirm. Wir bekommen keine Verbindung mehr zu New York City..." stammelte er verwirrt.
"Was haben Sie mit unserer Technik in New York City angestellt?!" brüllte der US Botschafter, "wie haben Sie diesen Trick vollführt?!".
"Entschuldigen Sie die Störung!" rief ein weiterer, hereinstürmender Amerikaner, bleich im Gesicht vor Schock. "Herr Botschafter...Helikopter schweben über New York...es...es ist furchtbar...New York ist weg...es ist...vollkommen zu Staub und Asche zerfallen...alles...wirklich alles ist vernichtet dort...Millionen von Menschen auf einem Schlag...alle weg...New York City...ist weg...nur noch verbrannte Erde...meine Frau..." stammelte er.
"Sie Atombomben werfender Mistkerl!" rief der US Botschafter zu Enlil.
"Aber aber" sagte dieser ruhig, "wie gesagt, ich bin kein Terrorist. Ich bin kein arabischer oder was Sie da sagten und das war nicht einmal eine Nuklearwaffe, das ist Babyspielzeug. Das war eine simple, kleine, Antimateriedetonation. Oder sollte ich sagen, Antimateriedemonstration?" lachte Enlil.
"Sie verfluchter..." schrie der US Botschafter voller Wut.
"Ah!" stoppte Enlil ihn, "Sie hören mir jetzt ZU. Ihr GOTT ist wieder hier und ihr Gott hat wenig Zeit noch Nerven sich mit Kleinigkeiten abzugeben."
Enlil bewegte sich vom Rednerpult weg und sagte in Richtung aller Botschafter:
"Wir haben diese Zivilisation erschaffen, wir zerstören sie, wann immer wir wollen. Diese Stadt war nur der Anfang...es muss aber nicht weitergehen. UNS gehört dieser Planet, samt seinem Orbit. Und der Orbit ist uns nun wichtig, wir werden nichts weiter zerstören, außer, jemand braucht noch eine Demonstration?"
Bedrückende Stille herrschte im Besprechungssaal.
"Gut. Der Wille Gottes geschehe. Macht mich nicht schon wieder wütend, Lulus" sagte Enlil und spuckte dabei fast das Wort "Lulus" aus, mit dem jedoch niemand etwas anfangen konnte.
"Ich bin kein Terrorist. Ich bin ein Mann mit einer Vision. Und wenn dieser Vision irgendetwas, irgendetwas, im Weg stehen sollte...wird es weggeräumt" drohte Enlil erneut und verschwand wieder aus dem Besprechungssaal, in dem nun Todesstille herrschte.
New York City lag in Schutt und Asche.
Millionen Menschen auf einen Schlag ausgelöscht durch den Willen eines Gottes.
Ein Gott, der schon vor Tausenden Jahren auf diesem Planeten aufgehört hatte, irgendeine Reue oder Moral gegenüber den Lebewesen hier, den Lulus, zu hegen.
Ein Gott mit einem toten Herzen.
Alhym - 1. Dez, 23:20


